Kartoffelgratin

Kartoffeln zählen zu den belebtesten Lebensmitteln in unseren Breiten. Die Knolle wird in den verschiedensten Varianten zubereitet. Natürlich sind Salzkartoffeln oder Petersilienkartoffeln immer noch Spitzenreiter vor Ofenkartoffeln und Pommes. Doch auch diverse andere Zubereitungsarten wie Kartoffelklöße, Püree oder Kroketten sind auf dem Vormarsch.

Eine sehr exquisite Variante der Kartoffelzubereitung ist der Kartoffelgratin. Dieses Gericht stammt ursprünglich aus Frankreich und ist dort unter dem Namen Gratin Dauphinois bekannt. Traditionell handelt es sich hierbei um Kartoffelscheiben, die in einer feuerfesten Auflaufform in Milch oder in Sahne gebacken werden. In der Zwischenzeit gibt es jedoch die unterschiedlichsten Abwandlungen. Bei uns sind vor allem die Varianten beliebt, bei welchen der Gratin mit Käse überbacken wird.

Kartoffelgratin – sowohl Beilage, als auch Hauptgericht

Kartoffelgratin ist eine cremige und schmackhafte Beilage. Er passt eigentlich zu allem und kann sowohl zur Gemüseplatte, aber auch zu Fisch, Fleisch, Geflügel und Meeresfrüchten serviert werden. Einige Varianten können jedoch auch als eigenständiges Gericht auf den Tisch kommen. Gerade bei Käseliebhabern sind die Varianten mit unterschiedlichen Käsesorten, eventuell Hackfleisch oder Gemüse absolut beliebt.

Kartoffelgratin kann in einer großen Auflaufform zubereitet, und portionsweise herausgestochen werden. Gerne aber bäckt man die als edlere und elegantere Variation in kleinen Auflaufförmchen. So bekommt jeder Gast sein eigenes kleines Schälchen mit dem leckeren Gratin. Hier ist immer darauf hinzuweisen, dass die Formen auch lange Zeit nach dem Anrichten noch brennend heiß sind.

Die verschiedensten Varianten von Kartoffelgratin

Ob vegan, vegetarisch oder carnivor, jeder kommt beim Kartoffelgratin auf seine Kosten. Kartoffelgratin kann sogar süß als Dessert zubereitet werden. Auch dazu finden Sie später ein spannendes Rezept.

Der vegane Kartoffelgratin

Für Veganer wird der Klassiker nach traditionellem Rezept, mit nur kleinen Abweichungen zubereitet. Für 4 Portionen werden in der Regel 800 Gramm Kartoffeln benötigt. Für die vegane Version des Gratins wird nun die Schlagsahne durch Sojamilch, Sojasahne, Mandelmilch oder eine andere Nussmilch ersetzt. Für ein leicht exotisches Aroma sorgen Sie, wenn Sie Kokosmilch oder Kokossahne verwenden. Davon benötigen Sie für 4 Portionen 200 ml. Zusätzlich werden nur mehr etwas Muskatnuss, Salz und Pfeffer benötigt. Für ein leckeres Kartoffelgratin braucht man somit nur minimale Zutaten, um ein köstliches Gericht zu backen.

Die Kartoffeln werden geschält und in dünne Scheiben geschnitten. Die Kartoffeln werden nun in eine Auflaufform geschlichtet. Die Sojamilch oder Kokossahne mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und über die Kartoffeln gießen. Natürlich können Sie die Flüssigkeit individuell mit sämtlichen Gewürzen Ihrer Wahl verfeinern. Nun kommt der Kartoffelgratin schon in das auf 180° Celsius vorgeheizte Backrohr, wo er für 45 Minuten goldgelb gebacken wird.

Der vegetarische Kartoffelgratin

Bei der vegetarischen Variante wird der französische Klassiker zusätzlich mit Käse verfeinert. Sehr lecker schmeckt der Gratin mit Gruyèr. Man kann aber auch einen würzigen Bergkäse, Emmentaler, Gouda, aber auch Mozzarella verwenden. Hier zählen einzig und alleine die eigenen Vorlieben. Auch wie viel Käse muss jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass der Gratin mit einer knusprigen Käsekruste aus dem Backofen kommt.

Der Gratin kann mit vielen Gemüsesorten verfeinert werden. Ob Karotten, Zucchini, Auberginen oder Staudensellerie, auch hier entscheidet der individuelle Geschmack. Sie können sich hier durch die saisonalen Angebote am Markt experimentieren. Versuchen Sie doch auch einmal Kartoffelgratin mit Violettakartoffeln, die Sie abwechselnd zu herkömmlichen Kartoffeln in die Auflaufform schichten.

Der Kartoffelgratin für Fleischesser

Sie können dem Kartoffelgratin mit fein gewürfeltem und leicht angebratenem Speck ein rauchiges und würziges Aroma verleihen. Sie können aber auch Hackfleisch aus dem Fleischwolf mit Zwiebel und Knoblauch anbraten und mit den Kartoffelscheiben in die Auflaufform füllen. Auch Rinderfilet oder Schweinefilet eignet sich hervorragend, um mit den Kartoffeln im Gratin zu landen. Damit das Fleisch nicht zu trocken wird, dieses zuvor nicht anbraten, sondern roh mit den rohen Kartoffeln in die Auflaufform schichten.

Der süße Kartoffelgratin für Naschkatzen

Süßkartoffeln oder herkömmliche Kartoffeln werden in dünne Scheiben geschnitten und in die Auflaufform geschichtet. Sie können auch beide Kartoffelsorten mischen. Nun wird Sahne oder Kokossahne mit Zucker und Vanillezucker verrührt und über die Kartoffeln gegossen. Sie können die Sahne zusätzlich mit Zimt, Rum, Kardamom, Nelkenpulver oder auch Kakao aromatisieren. Auch hier können Sie nach Lust und Laune experimentieren.

Ob Sie die Sahne mit Eierlikör verfeinern, einen Schuss Kokoslikör in die Kokossahne geben, oder dieser mit einem Kirschlikör den letzten Schliff verleihen, bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Den süßen Gratin können Sie auch mit Rosinen, Datteln, getrockneten oder frischen Früchten veredeln. Serviert wird der süße Gratin heiß und am besten mit einer Kugel Eis und einem Klacks geschlagener, süßer Sahne.

Noch mehr Varianten für Kartoffelgratin

Hier sind den Möglichkeiten beinahe keine Grenzen gesetzt. Sie können den Kartoffelgratin deftig mit Sauerkraut zubereiten, oder ihm einen asiatischen Touch verleihen. Ob thailändisch mit grüner Currypaste oder mexikanisch mit Mais und Bohnen, hier können Sie der Fantasie freien Lauf lassen.

Für Gourmets bereiten Sie den Gratin mit Lachs und Garnelen zu und verfeinern diesen zum Beispiel mit jungem Blattspinat.