Raclette – Gaumenschmaus für Jedermann

Was wäre ein gemütlicher Winterabend mit Freunden oder Familie ohne ein leckeres Raclette. Aber man muss selbstverständlich nicht auf die Herbst- oder Wintersaison warten, um das verstaubte Raclette aus dem Keller zu holen. Wie wäre es z.B. mit einem sommerlichen Raclette mit Schafskäse, knackigem Gemüse und einem frischen Salat.

Auch für den Figurbewussten kann ein Raclette durchaus ein Gaumenschmaus sein.

Viele Menschen sind sich der Vielseitigkeit des Raclettes nicht bewusst. Es lohnt sich daher, das ursprünglich aus der Schweiz stammende Raclette etwas genauer zu betrachten, vielleicht bekommt der Eine oder Andere neue Ideen.

Riesige Auswahl an unterschiedlichsten Modellen

Heutzutage gibt es Raclettegeräte für jeden Geschmack und Bedarf (s. Test). Es gibt Raclettemodelle mit Steinplatte oder Metallgrill zum Braten von Fleisch, Fisch, Gemüse, Sprossen oder Brot oder aber sogar die typischen Originalöfen, bei welchen der Raclettekäselaib (halbiert oder geviertelt) unter einer Heizplatte hängt und nach unten tropft bzw. beim Schmelzen direkt auf den Teller geschabt werden kann. Der Nachteil dieses Raclettes ist, dass nur der Käse geschmolzen werden kann, aber keine Vorrichtung zum Braten von Gemüse oder Fleisch vorhanden ist; Grillplatte sowie auch die Pfännchen fehlen. Es kann zudem nur eine Person das Raclette bedienen und der Reinigungsprozess ist aufwändiger als bei den klassischen Modellen. Daher ist dieses Raclette eher nicht für kulinarische Abende mit Freunden oder Familie zu empfehlen.

Bei Standardmodellen mit Pfännchen, Steinplatte und/oder Grillplatte liegen die Vorteile auf der Hand.

Diese Modelle bieten Platz für vier bis zu acht oder sogar zehn Pfännchen. Es gibt runde Raclettemodelle oder aber viereckige, die meist sehr große Grillplatten haben und Platz für zahlreiche Pfännchen bieten.

Klassische Raclettezubereitung oder darf es etwas Neues sein?

Es gibt die unterschiedlichsten Raclettezubereitungen. Manche schmelzen nur den Käse im Pfännchen und essen dazu ganz klassisch Kartoffeln. Fleisch – und Wurstliebhaber servieren zu Käse und Kartoffeln gerne verschiedene Wurstaufschnitte, wie Salami, Schinken oder Paprikawurst. Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wer es gerne sauer mag, kann zu Essiggurken oder den berühmten „Mixed Pickles“ (sauer eingelegtes Gemüse, wie Paprika, Mais und Silberzwiebeln) greifen. Diese schmecken hervorragend zum Raclette.

Frischer Mais aus der Dose schmeckt ebenfalls hervorragend gegrillt im Pfännchen mit Raclettekäse. Lauch ist in manchen Familien ebenfalls ein Klassiker. Der Lauch sollte gründlich gewaschen und dann in dünne Scheiben geschnitten werden. Anschließend wird der Lauch mit kochendem Wasser übergossen und nach ca. 5 Minuten aus dem Wasser genommen und kurz trocken getupft. Eine kleine Portion Lauch in das Pfännchen geben, mit Käse belegen und brutzeln lassen; schmeckt hervorragend.

Nicht zu Vergessen ist selbstverständlich die Grill/Steinplatte, die reichlich Platz zum Anbraten von Gemüse, Fleisch, Fisch aber auch Brot bietet.

In Stücke geschnittenes Gemüse wie Zucchini, Auberginen, Zwiebeln oder Karotten eignen sich hervorragend für den Grillaufsatz des Raclettes. Am Besten ein paar Tropfen Öl über das Gemüse träufeln und das Gemüse von beiden Seiten kross anbraten. Selbstverständlich kann hierfür jegliches Gemüse verwendet werden. Auch Lachs, ein dünnes Steak oder eine Hühnerbrust lassen sich auf dem Raclettegrill perfekt anbraten.

Wer eine sommerliche und leichte Variante des Raclettes bevorzugt, der reicht zu Käse, Kartoffeln und Gemüse einen knackigen Salat aus Feldsalat mit Walnüssen, Zwiebeln, Tomaten und einem leckeren Honig-Senf-Dressing.

Auch exotische Früchte können hervorragend zum Raclette passen. Mango oder Ananas können gegrillt sehr gut schmecken. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Der richtige Raclettekäse

Die meisten denken bei Raclette an den typischen Raclettekäse, frisch in Scheiben geschnitten mit Rand oder ohne, relativ neutral im Geschmack. Es gibt ihn aus Rohmilchkäse oder aus pasteurisierter Milch. Seit einiger Zeit bieten Supermärkte oder Spezialläden auch Raclettekäse in verschiedenen Geschmacksrichtungen an wie z.B. mit Pfeffer, Weisswein, Rauchgeschmack, Blauschimmelkäse, Chili oder sogar mit Trüffel.

Wenn man sich einfach etwas genauer informiert, wird man von den vielen Raclettekäsesorten durchaus überrascht sein.

Raclettekäse eignet sich logischerweise am Besten für Raclette, aber natürlich kann man auch Mozzarella verwenden oder aber auch Schafs- oder Ziegenkäse. Was schmeckt, ist erlaubt.

Das Internet bietet zudem zahlreiche Ideen für exotische und aussergewöhnliche Zusammenstellungen und Tipps für das ideale Pfännchen.

Somit steht einem gemütlichen leckeren Racletteabend, ob im Sommer oder Winter, nichts mehr im Weg.